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Presse-Mitteilungen der VIAS GmbH
Zwei Itinos kaputt, Wagenplan geplatzt (vom 27. Januar 2006)

Quelle: www.echo-online.de

Zwei Itinos kaputt, Wagenplan geplatzt Odenwaldbahn: Mit Zusage der Behebung von Platzproblemen gehen gegenläufige Erfahrungen und Erwartungen einher
               
ODENWALDKREIS. Die Zusage einer Erweiterung der Kapazitäten für die Odenwaldbahn-Verbindungen mit den größten Platzproblemen hat die Stimmung unter den Fahrgästen offenbar zumindest nicht generell aufgehellt. Dies belegt eine Reihe kritischer Anmerkungen, die das ECHO gestern mündlich wie schriftlich erreicht haben. In Frage gestellt wurde dabei vor allem die Linie des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), die Engpässe bei der Fahrgast-Unterbringung ohne Aufstockung des Fahrzeugparks zu beseitigen.

Wie berichtet, hat der Nahverkehrsträger vorgestern die Ankopplung zusätzlicher Wagen für einige Verbindungen der Hauptstoßzeiten abgekündigt ("Mehr Platz in längeren Zügen", Seite 4 der Ausgabe vom 26. Januar). Zugleich aber haben aktuelle Vorkommnisse auf der Strecke und Erkenntnisse über mögliche Beförderungsbeschränkungen die Zweifel an der Eignung dieser Maßnahme zur grundsätzlichen Abhilfe gegen die Probleme genährt.
So ist gestern nach übereinstimmenden Meldungen mehrerer Fahrgäste der für den Berufsverkehr wichtige Zug nach Darmstadt mit Abfahrt um 6.19 Uhr in Erbach mit nur einem Triebwagen gefahren - mit der Folge, dass schon in Höchst nur noch Stehplätze zu haben waren, spätestens in Ober-Ramstadt gefährliches Gedränge herrschte und es zu einer Verspätung um 15 Minuten im Darmstädter Hauptbahnhof kam. Diese Nichteinhaltung des Wagenplans für den Pendlerzug hat der Geschäftsführer des Streckenbetreibers Vias GmbH, Herbert Häner, auf Nachfrage bestätigt und damit begründet, dass gestern zwei Itino-Triebwagen in der Wartungshalle bleiben mussten.

Bei den vorabendlichen Kontrollen seien Probleme in den Antriebselementen festgestellt worden, die Reparaturen durch Mitarbeiter des Herstellers Bombardier erforderlich gemacht hätten. Der Berliner Itino-Produzent ist demnach weiter mit acht Fachleuten im Instandhaltungswerk Michelstadt präsent, um Gewährleistungsarbeiten an den Eisenbahnen des zuvor auf vergleichbarer Strecke kaum erprobten Typs auszuführen; zudem kümmern sich sechs Vias-Techniker um die Triebwagen.

Deren Störungsanfälligkeit mochte Häner nicht als überhöht bezeichnen: "Für dieses Stadium der Nutzungserfahrung laufen die Itinos sehr gut und zuverlässig", sagte er. Allerdings räumte der Vias-Geschäftsführer ein, dass es bei Ausfällen zu gewissen Zeiten schnell an Alternativen im Fahrzeugpark mangle, so dass nur die Dezimierung der Bespannung bleibe.

Bestätigt hat Häner zudem Pläne, wonach die Fahrradmitnahme in der Odenwaldbahn zu Hauptverkehrszeiten grundsätzlich untersagt werden soll. Auch dies geschieht vor dem Hintergrund des Bedarfs nach mehr Platz für Fahrgäste, wird auf deren Seite aber als unangemessene Service-Einschränkung empfunden - nicht nur von Ausflugsgästen, sondern auch von Pendlern, die sich bis zum Zug und nach dessen Verlassen mit dem Velo fortbewegen wollen.

Wie RMV-Sprecher Peter E. Vollmer dazu sagte, ist der Ausschluss von Fahrrädern zu bestimmten Reisezeiten in vielen Bedienungsregionen des öffentlichen Personennahverkehrs gang und gäbe. Der Erlass entsprechender Regelungen bleibe dabei den Betreibern vorbehalten, im konkreten Fall der Vias GmbH. Er gehe aber von einer Absprache endgültiger Entscheidungen mit dem RMV aus.