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Presse-Mitteilungen der VIAS GmbH
1. Spatenstich für den Bau der neuen Werkstatthalle (vom 09. August 2005)

Odenwaldbahn: 1. Spatenstich für den Bau der neuen Werkstatthalle - VGF und Rurtalbahn bereiten sich auf Übernahme des Betriebs zum Fahrplanwechsel im Dezember 2005 vor

Mit dem ersten Spatenstich beginnt am Dienstag, 9. August 2005 in Michelstadt der Bau der neuen Werkstatthalle für die Züge der Odenwaldbahn. Die ersten und noch symbolischen Bauarbeiten übernehmen der Landrat des Odenwaldkreises, Horst Schnur, und der Bürgermeister von Michelstadt, Reinhold Ruhr. Auch die beiden Projektleiter der aus Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) und der Dürener Rurtalbahn GmbH bestehenden Bietergemeinschaft für die Odenwaldbahn, Christian Lambrecht und Herbert Häner, werden am Dienstag vormittag von 11 Uhr an die Spaten in die Hand nehmen; ebenso der Geschäftsführer der Michelstädter Odenwald-Bahn Infrastruktur GmbH, Karl Reinhard Wissmüller. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember, wenn die neue Gesellschaft den Betrieb auf den Linien der Odenwaldbahn übernimmt, wird die zur Wissmüller-Gruppe gehörende Odenwald-Bahn Infrastrukturgesellschaft mbH die Werkstatthalle gebaut und der Bietergemeinschaft schlüsselfertig übergeben haben. Diese übernimmt dann den Betrieb, um in Michelstadt die neuen Dieseltriebwagen zu warten, zu waschen und kleinere Reparaturen vornehmen zu können. Millionen-Investition in die Zukunft Michelstadts

Die Odenwald-Bahn Infrastruktur GmbH wird die Arbeiten auf dem Gelände und an der Werkstatt am Hammerweg 45a in Michelstadt bis Jahresende abschließen. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Diese Summe nennt Geschäftsführer Karl Reinhard Wissmüller „eine Investition in die Zukunft des Standorts Erbach / Michelstadt“; nach seinen weiteren Worten ist „die Odenwaldbahn für die Region von größter Bedeutung“. Am Michelstädter Südbahnhof wird neben der Halle auch eine vor vier Jahren ausgebaute Weiche wieder eingesetzt, um den künftigen Betriebshof an das Schienennetz der Odenwaldbahn anzuschließen, inklusive einer Einbindung der Gleise in das neue elektronische Stellwerk. Nach Einschätzung Wissmüllers ist die dafür notwendige Zusammenarbeit mit der DB Netz AG „zügig und sehr konstruktiv“ verlaufen, so dass der enge Zeitplan eingehalten werden kann. Auf dem rund 7.000 Quadratmeter großen Gelände werden zwei Gleise mit insgesamt 350 Meter Länge verlegt. Die Werkstatthalle selber wird 53 Meter lang, 21 Meter breit und 8,5 Meter hoch sein, so dass auch eine Hebeanlage eingebaut werden kann, mit der Arbeiten unter den Fahrzeugen möglich sind. Zu der technischen und baulichen Ausstattung der Werkstatt gehören außerdem eine Tankstelle, ein Kran, die Abgasreinigungsanlage, eine Waschanlage und Vorrichtungen zur Altöl-Entsorgung

Weitere Vorbereitungen für die Betriebsübernahme: Erste Einstellungen

VGF und Rurtalbahn haben auch über den Baubeginn hinaus die Vorbereitungen für die Betriebsübernahme vorangetrieben. Neben einem Werkstattleiter und einem örtlichen Betriebsleiter wurden bisher vier Mitarbeiter für die Betriebswerkstatt eingestellt. Bis Dezember werden weitere Mitarbeiter gesucht, vorzugsweise als Zugbegleiter. Sie werden – wie die sechs Werkstatt-Mitarbeiter und die Eisenbahnzugführer, die sich momentan noch im engeren im Auswahlverfahren befinden – zum Zeitpunkt der Betriebsübernahme von einer im Augenblick noch in Gründung befindlichen Betreibergesellschaft beschäftigt.
Den Namen dieser Betreibergesellschaft werden VGF und Rurtalbahn im Spätsommer bekannt geben. Wie schon bei den abgeschlossenen Einstellungen arbeiten die beiden Partner-Unternehmen auch weiterhin eng mit den Zweigstellen der Agentur für Arbeit in Dieburg und Erbach zusammen, auch die Kooperation mit den beiden dortigen Sozialämtern verlief bislang sehr gut.

Betrieb der Odenwaldbahn in den kommenden für zehn Jahren

Die Bietergemeinschaft aus VGF und Rurtalbahn hat im Januar 2005 den Ausschreibungswettbewerb um die Odenwaldbahn gewonnen, der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hatte den beiden Unternehmen den Zuschlag für den Betrieb von 11. Dezember 2005 an gegeben. Zehn Jahre wird die künftige Betreibergesellschaft die Schienenverkehre im Städte-Viereck Eberbach - Darmstadt - Frankfurt - Hanau, in dem Odenwaldgemeinden wie Michelstadt, Erbach, Wiebelsbach-Heubach oder Bad König liegen, fahren. Im Auftrag des RMV werden fünf Linien betrieben: zwei Regionalexpreß-Linien, zwei Regionalbahnlinien sowie eine Stadtexpreß-Verbindung. Die Strecken verteilen sich auf ein Netz von rund 210 Kilometern Gesamtlänge.
Zum Einsatz kommen 22 neue Dieseltriebzüge des sechsachsigen Typs “Itino”. Sie sind Eigentum der “fahma Fahrzeugmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH”, einer Tochtergesellschaft des RMV, werden der Betreibergesellschaft gegen ein monatliches Entgelt zur Verfügung gestellt und in der neuen Michelstädter Werkstatthalle gewartet. Die jeweils zur Hälfte niederflurigen Fahrzeuge werden seit 2003 beim Waggonbauer Bombardier hergestellt, der auch den neusten von der VGF eingesetzten Straßenbahnwagen des Typs “S” produziert. “Heimatbahnhöfe” werden Erbach und Wiebelsbach-Heubach sein.

Wissmüller, VGF & Rurtalbahn

Die Wissmüller Gruppe, deren Busbetriebshof in unmittelbarer Nachbarschaft der neuen Werkstatt liegt, betreibt mit 30 Bussen und rund 5.500 Fahrgästen am Tag etwa die Hälfte des Buslinienverkehrs im Odenwaldkreis. Außerdem ist das Unternehmen mit Reisebussen im Mietomnibusgeschäft tätig. Informationen zu dem mehr als 80 Jahre alten Reisebüro- und Omnibusunternehmen aus Michelstadt stehen im Internet unter der Adresse www.wissmueller.de. Die VGF, Betreiberin von sieben U-Bahn-, acht Straßenbahn- und 52 Buslinien in Frankfurt und der näheren Umgebung, ist mit mehr als 152 Millionen Fahrgästen im vergangenen Jahr der größte Verkehrsdienstleister Hessens und hat sich darüber hinaus auch als Eisenbahnverkehrsunternehmen aufgestellt: Im April 2004 hat die VGF vom Darmstädter Regierungspräsidium die Genehmigung für die Erbringung von Eisenbahnverkehrsleistungen erhalten. Weitere Einzelheiten zum Unternehmen und seinen Leistungen finden sich im Internet auf der Homepage der VGF unter www.vgf-ffm.de.

Die Rurtalbahn wurde 2003 aus der kommunalen Dürener Kreisbahn (DKB) ausgegliedert. Sie betreibt rund um Düren Schienenverbindungen mit eigenen Fahrzeugen und eigener Infrastruktur. Daneben verfügt sie über eine eigene Werkstatt, eine Güterverkehrs- sowie eine Planungsabteilung. Informationen zur Rurtalbahn sind im Internet auf der Seite www.rurtalbahn.de erhältlich.

Bei Rückfragen zur VGF
Bernd Conrads
Tel.: (0 69) 2 13 - 2 35 57
www.vgf-ffm.de

Bei Rückfragen zur Rurtalbahn
Jutta Rodeheger
Tel.: (02421) 20 84 739
www.rurtalbahn.de
(N-137)